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30.01.2009

Jedes zweite Unternehmen verbietet private E-Mails am Arbeitsplatz

In knapp der Hälfte der Unternehmen in Deutschland sind private E-Mails verboten. In wiederum der Hälfte dieser Firmen wird die Einhaltung des Verbots auch kontrolliert. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die von der in Poing bei München erscheinenden Zeitschrift «InformationWeek» zusammen mit der Beraterfirma Steria Mummert Consulting in Hamburg erhoben wurde. Befragt wurden knapp 470 Manager und Sicherheitsverantwortliche aus dem IT-Bereich in Deutschland.

Wer trotz eines Verbots private E-Mails am Arbeitsplatz schreibt, riskiert nach Angaben der Zeitschrift eine Abmahnung oder sogar die Kündigung. Von einem Verbot privater Internet-Nutzung müssten Arbeitnehmer bereits ausgehen, wenn sie nicht ausdrücklich im Betrieb erlaubt ist. Dies gehe aus der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes in Erfurt hervor. Im Falle eines ausdrücklichen Verbots dürfe der Arbeitgeber auch überwachen, ob sich die Mitarbeiter daran halten.

Hat ein Unternehmen den privaten E-Mail-Verkehr am Arbeitsplatz freigegeben, dürfen laut der Zeitschrift die Mitteilungen weder überwacht noch zentral gespeichert werden. Denn die Unternehmen würden durch eine solche Erlaubnis zu geschäftsmäßigen Anbietern von Telekommunikationsdiensten, erklärt Birgit Eckmüller von Steria Mummert Consulting. Sie unterlägen daher rechtlichen Pflichten aus dem Bundesdatenschutzgesetz und dem Telekommunikationsgesetz.

Quelle: dpa

 

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